Die Kirche in Röhrsdorf

Die heute noch fast im Original bestehende Kirche in Röhrsdorf wurde 1748 vom damaligen Lehnsherren Carl Adolph von Carlowitz errichtet. 1.429 Thaler kostete das damals.

Im Jahr 1847 erhielt die Kirche eine Turmuhr.

1883 wurde der Innenraum renoviert.

Der Innenraum ist in der ursprünglichen Fassung erhalten. Nur einige Ausstattungsstücke sind später dazu gekommen, z. B. der Kronenleuchter und Seitenleuchten 1882 - diese sind auch heute noch unsere Beleuchtung - sowie eine neue Orgel 1890, welche bis heute erklingt.

2001 nahm die Schlosskirchgemeinde Lockwitz, zu der die Kirche Röhrsdorf seit 1998 gehört, die dringend nötige Außensanierung vor.

Die Kirche Röhrsdorf ist für den Denkmalschutz ein herausragendes Zeugnis spätbarocker Baukultur, das heute noch fast im Original erhalten ist und deshalb nun behutsam von Experten restauriert werden soll.

Interessantes aus der Chronik

1437 Älteste Erwähnung einer Kirche in Röhrsdorf
1534 Nachricht über einen Friedhof an der Kirche
1542 Erste Besetzung der Parochie Röhrsdorf mit einem evangelischen Pfarrer: Antonius Lauterbach
1614 Neubau eines Pfarrhauses
1618 Im 30jährigen Krieg mehrfach Plünderungen von Kirche und Ort, Pestjahre mit 95 Toten.
1648 In Röhrsdorf leben 23 Familien.
1741 Röhrsdorf kommt an das bekannte sächsische Adelsgeschlecht von Carlowitz, das erst durch die Bodenreform 1945 von hier vertrieben wird.
1748 Abriss der baufälligen Kirche
1749 Weihe der neuen, jetzigen Kirche;
Neubau der Kirchschule aus Abbruchmaterial der alten Kirche
1817 Zum 300jährigen Reformationsjubiläum werden die 3 Eichen am Westeingang der Kirche gepflanzt.
1844 Eröffnung des neuen Friedhofs am südlichen Ortsrand
1847 Anschaffung einer Turmuhr
1857 Endgültige Auflassung des alten Friedhofs an der Kirche
1881 Volkszählung in Röhrsdorf: 84 Haushalte mit 222 männlichen und 209 weiblichen Personen
1898 Neubau des Pfarrhauses gegenüber der Kirche
1940 Beschlagnahmung der 3 Bronzeglocken und Abtransport zum Einschmelzen für Rüstungszwecke
1950 Palmsonntag: Weihe der in Hamburg wiedergefundenen Glocken
1951 Röhrsdorf (mit Borthen und Burgstädtel) wird Schwestergemeinde von Dresden–Lockwitz. Amtssitz des Pfarrers ist Lockwitz
1998 Zusammenschluss der Kirchgemeinden Röhrsdorf und Lockwitz zur Schloßkirchgemeinde Dresden-Lockwitz. Begründung eines Schwesterkirchverhältnisses zu Dresden-Prohlis
2001 Denkmalgerechte Außensanierung der Kirche